Individuelle Gesundheitsleistungen


Unter den sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen (IGEL-Leistungen) versteht man Untersuchungen, die nicht oder nur teilweise von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden. Aus medizinischer Sicht sind sie jedoch oftmals sinnvoll, um bestimmte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen. Haben Sie noch Fragen? Wenden Sie sich vertrauensvoll an uns.

Ultraschall der Gebärmutter und der Eierstöcke beidseits

Eine vorsorglich durchgeführte Ultraschalluntersuchung ist bei jeder Frau ab dem 30. Lebensjahr einmal jährlich zu empfehlen. Sie ist jedoch als erweiterte Vorsorgeuntersuchung von den Kassenleistungen ausgeschlossen. Der reguläre, von der Kasse gewährleistete Vorsorgeabstrich mit Tastuntersuchung umfasst lediglich Veränderungen des Gebärmutterhalses und erlaubt keine genaue Beurteilung des inneren Genitales. Durch die ergänzende Ultraschalluntersuchung lassen sich aber sehr frühzeitig Veränderungen an den Eierstöcken (z.B. Zysten oder Tumorbildungen) oder der Gebärmutter (Myome oder Schleimhautveränderungen) feststellen. Durch frühzeitige Diagnose kann frühzeitig behandelt werden.

Ultraschall der Brust beidseits inklusive der Axillarregionen

Zur Früherkennung von krankhaften Veränderungen der Brust halten die gesetzlichen Krankenkassen die Tastuntersuchung für ausreichend. Deswegen werden nur dafür die Kosten übernommen. Nach der Auffassung der Frauenärzte ist es zeitgemäßer, medizinischer Standard, bei jeder Frau ab 40 einmal jährlich eine routinemäßige Ultraschalluntersuchung der Brust durchzuführen. Damit können viele der nicht tastbaren Befunde in einem frühen Stadium erkannt und therapiert werden. Gerade bei jungen Frauen mit sehr dichtem Brustdrüsengewebe ist die Mamma Sonographie die Untersuchungsmethode der Wahl.

Durchführung der Dünnschichtzytologie zur Verbesserung der Krebsvorsorge und HPV-Abstrich

Während beim regulären Pap-Test das Material direkt unter dem Mikroskop begutachtet wird, wird es bei der Dünnschichtzytologie vorher besonders gereinigt. Dadurch sollen beim Begutachten unter dem Mikroskop weniger Krebszellen übersehen werden. Zusätzlich kann ein spezieller Abstrich durchgeführt werden, in dem die für den Gebärmutterhalskrebs verantwortlichen Viren getestet werden. Je nach Befund empfehlen wir die HPV-Impfung auch bei Frauen, die schon sexuellen Kontakt hatten.

Immunologischer Stuhltest zur jährlichen Darmkrebsvorsorge

Mit dem M2-PK Stuhltest sollen Darmkrebs oder seine Vorstufen so frühzeitig erkannt werden, dass der Krebs noch heilbar ist oder gar nicht erst entsteht. Der Test misst einmalig in einer kleinen Stuhlprobe die Konzentration des Enzyms M2-PK, das unter anderem von Krebszellen vermehrt gebildet wird. Dieser spezielle Test ist im Vergleich zu dem sogenannten Guajak Test (Haemoccult) sensitiver, ist sehr anwenderfreundlich und weist ein geringere Rate an falsch positiven Befunden auf. 

Vorsorge gegen Harnblasenkrebs

Einer von ihnen ist der NMP22-Test, der in einer Urinprobe eine von Tumoren vermehrt gebildete Substanz nachweist. Der NMP22-Test kann im Labor oder sofort in der Arztpraxis ausgewertet werden.

Untersuchung auf durch Geschlechtsverkehr übertragbare Erkrankungen wie z.B. Chlamydien, HIV oder Hepatitis C

Impfung bei rezidivierenden Scheideninfektionen oder Blasenentzündungen

Labor-Check (z.B. Hormone bei Wechseljahresbeschwerden)